Alles blöd grad

Meine Söhne werden irgendwann zu Männern heranwachsen und ich hoffe inständig, dass sie niemals eine Waffe in den Händen halten müssen und nie von einer bedroht werden. bruderliebeNach den Nachrichten der letzten Nacht habe ich meinen Jungs mal wieder beim Schlafen zugesehen. Wie schnell sie doch gewachsen sind. Mir wurde schmerzhaft bewusst, dass auch sie erwachsen werden, Männer werden, von denen man erwartet dass sie ihre Familie und ihr Land verteidigen – für den Frieden. Für den Frieden kämpfen… Ist für mich so logisch wie für eine gute Figur Junk Food zu essen – ich stelle mich den Kalorien von heute, damit sie mich morgen nicht attackieren können. 

Mir dreht sich der Magen um, wenn ich sehe, dass Zivilisten erschossen werden. Ich weiß nicht wohin ich ziehen soll um meine Kinder in Sicherheit zu wissen. Mein Verstand setzt aus, wenn ich Leichen in den Nachrichten sehe und mir bewusst mache, dass das ein echter Mensch ist, der sein Leben verloren hat. Ich möchte mich nur noch in meinem Bett verkriechen, mir ein Zelt aus Kissen und Decken bauen, Kekse, Schokolade und Eis mitnehmen und erst wieder rauskommen, wenn der Alptraum ein Ende hat.

Ich habe Kinder in diese Welt gesetzt. Was kann ich tun, um sie zu beschützen? Um ihnen ein friedliches Leben zu garantieren? Nichts. Und das ist der Moment in dem ich mich klein fühle. Und schlecht. 

Und in diesem Moment, in dem ich diesen wirren, nicht zusammenhängenden Beitrag schreibe, liege ich in meinem Bett, mit der Decke über meinem Kopf und weiß, dass morgen früh die Sonne wieder aufgehen wird und ich wieder aufstehen, meiner Familie Frühstück machen werde und weiter mache, als sei nichts gewesen, während wo anders eine Mutter um das Leben ihres Sohnes trauert. 

Der nächste Beitrag wird wieder positiv. 

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