Wenn dich das Babyfieber packt

Ich weiß wie es ist, wenn man merkt, dass man ein Baby haben möchte. Plötzlich tauchen überall diese paustbäckigen, großäugigen, stubsnäsigen Kreaturen auf, wickeln dich mit ihrem zahnlosen Lächeln um den Finger und du spürst förmlich wie dein Körper sich darauf vorbereitet schwanger zu werden. Komische Natur, denn selten ist es der perfekte Zeitpunkt für ein Kind. Warum kann es nicht nach Bilderbuch laufen? Perfekter Job, perfekter Mann, freistehendes Haus gebaut und abbezahlt, 2 Autos – eins für den Spaß, eins für die Familie, Millionen auf dem Konto – im Plus versteht sich, die Familie wohnt nicht weit weg und arbeitet nicht, damit sie jederzeit helfen kann. Wäre super, nicht wahr?
Tja, Pech gehabt, das wird nicht passieren. Also reiß dich mal zusammen, denn als Mutter oder Vater musst du das ständig tun. Sich zusammenreißen. Das Temperament zügeln. Die Eitelkeit zurückstellen. Den Anspruch an dich selbst herunterschrauben. Dein Leben wird sich um 180° drehen, es wird nichts mehr wie es war. Und vergesse Schlaf, Zeit und Geld.
Wenn du dir jetzt denkst: „Oh, ich weiß, dass es hart wird, aber ich WILL EIN BABY!“, dann starte los.

Nur noch ein paar Kleinigkeiten, die ich heute anders machen würde auch nicht anders machen würde, aber vielleicht ist die eine oder andere ja etwas schlauer als ich:

1. Lass dich von einem Arzt durchchecken.
Der kann dich über den nötigen Impfschutz aufklären, Schilddrüse checken, Vitaminmangel ermitteln… Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Dinge eine Auswirkung darauf haben, ob man schwanger wird oder nicht.

2. Treibe viel Sport.
Je fitter du bist um so leichter wird die Geburt und um so besser verheilt alles. Vergiss nicht, dass eine Frau bei der Geburt des ersten Kindes im Durchschnitt 12 Stunden lang in den Wehen liegt (das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist). Je besser deine Kondition ist, um so besser lässt sich das durchstehen.

3. Mach auch während der Schwangerschaft Beckenbodenübungen.
Du wirst mir für den Tipp danken.

4. Genieß die Zeit.
Egal wie beschissen es dir geht und wie viel Angst du hast, versuche wenigstens ein Mal am Tag 20 Minuten Ruhe zu finden, diene Hand auf deinen Bauch zu legen und die Bewegungen des Kindes zu spüren, bewusst zu atmen, deinen Körper zu spüren. Das kannst du vor dem Schlafengehen tun, statt dich mit Sorgen zu plagen. Sobald du dich ins Bett legst, schließt du die Augen, erinnerst dich an wenigstens eine Sache, die dir an diesem Tag Freude bereitet hat, lächelst, atmest ruhig ein und aus und zählst bei jedem ausatmen von 100 runter. Sobald du dich verzählst, beginnst du von vorn. So entspannst du dich, lernst deine negativen Gedanken loszulassen und schläfst auch besser ein.

5. Höre auf dein Herz.
Ich weiß, wie schwer es ist, aber höre auf dein Herz, nicht deinen Verstand. Glaube mir, wenn ich dir sage, dass es für mich nahezu unmöglich war dies zu tun, aber man muss es lernen. Auch für die kommende Mutterrolle. Lass dir von niemandem reinreden wo und wie du zu entbinden hast, oder wie du zu erziehen hast, oder was du zu tragen, wie du zu gehen und zu reden hast. Sobald du beginnst auf dich und deinen Körper zu hören, wird alles so sein, wie es sein muss.

6. Übernimm dich nicht.
Es kann sein, dass es dir schlecht gehen wird. Das ist ok. Sag deinem Arbeitgeber, dass du dich schlecht fühlst, bitte deinen Gynäkologen dich krankschreiben zu lassen, lass es deine Familie und Freunde wissen. Das ist nichts wofür du dich schämen musst. In dir wächst ein neuer Mensch heran. Und wenn dir jemand sagt „Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit“, lächelst du, hebst langsam deine Hand, drehst die Handinnenfläche zu dir, beugst Zeige-, Ring- und kleinen Finger so, dass nur noch der Mittelfinger hochschaut und gehst weg.

7. Such dir eine geeignete Hebamme.
Die muss nicht Medizin studiert haben, du musst dich mit ihr wohl fühlen. Ich schwärme noch heute von meiner Hebamme in München und bin so froh, dass sie für mich da war.
Sie heißt Angelika und erreichen kannst du sie unter der Nummer: 08152-396 40 28. Sie ist morgens zwischen 07:15 Uhr und 08:00 Uhr persönlich erreichbar, ansonsten läuft der Anrufbeantworter. Sprech ihr deinen Namen, Telefonnummer, den berechneten Entbindungstermin und den Stadteil in dem du wohnst drauf und sie meldet sich bei dir. Angelika betreut in München die Stadtteile Aubing, Pasing, Laim, Westend, Neuhausen, Nymphenburg, Sendling und Thalkirchen.

Und falls du schon lange versuchst schwanger zu werden, aber es einfach nicht klappt, schau dir dieses Video einer Dreifachmama an. Hier gibt sie Tipps, wie man schnell schwanger werden kann:

 

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