Mama ist krank

Da ist diese Zeit: Man ist jung, arbeitet viel, schläft wenig, trifft sich nach Feierabend mit Freunden auf einen Drink, oder zwei oder drei… Und wenn man krank ist und gerade kein Projekt am brennen ist, bleibt man zu Hause. Ja, selbst wenn man trotzdem arbeitet, bleibt man am Wochenende einfach im Bett. Doch irgendwann wird man Mutter und alle kinderlosen Menschen (bzw. solche, die nicht alleine in Elternzeit waren) glauben man hätte es ja so gut, weil man die ganze Zeit zu Hause bleiben kann und nicht zur Arbeit müsse und mit dem Baby spielen darf. An dieser Stelle würde ich eigentlich gern einen Mittelfinger einfügen… aber lassen wir das.
Egal wie viele Überstunden ich geschoben habe, ich konnte zumindest in Ruhe pinkeln. Und irgendwann konnte ich auch mal ausschlafen.
Ich liege gerade noch in meinen Sweatpeans im Bett – keine Zeit mich umzuziehen, die Tagesdecke habe ich lediglich zur Seite geschoben, gar nicht weg genommen. Meine heiße Milch mit Honig, die ich gegen den hartnäckigen Husten trinken wollte, habe ich im lauwarmen Zustand geext und dabei die eklige Haut mitgegessen. Habe ja ganz vergessen dass sich diese Haut auf der Milch bildet, wenn sie abkühlt. Meine Tabletten für heute Abend habe ich vergessen zu nehmen. So kurz vor dem Schlafen wäre es kontraproduktiv (da diese schleimlösend sind und ich durch das Husten den Kleinen wieder wecke).
Erkältung
Das Baby fühlt sich auch schlecht, weint viel, lässt sich nur auf dem Arm beruhigen – deshalb der Zeitmangel für den Pyjama. Nase wird unter der Decke geputzt, damit es nicht so laut ist, gehustet wird in das Kissen.
inhalieren gegen die Erkältung
Dennoch steh ich sechs mal in der Nacht auf um den Kleinen zu beruhigen und am nächste morgen um 6 oder 7 Uhr geht es wieder weiter – egal wie ich mich fühle. Ungeschminkt sehe ich aus wie ein Zombie, zum Schminken fehlt mir die Kraft. Ich war heute morgen duschen UND habe mir anschließend die Haare geföhnt – ich verdiene ein Denkmal!
Man, wie sich die Dinge ändern können… Dennoch: ich würde es nicht ändern wollen.
Früher wenn ich so eine Aussage gehört habe dachte ich mir „Rede es dir ruhig ein…“ Heute, obwohl ich oft gestresst, genervt, verzweifelt, ausgelaugt, fertig und am Limit bin (und das nur mit einem Kind!), würde ich um nichts in der Welt etwas ändern wollen! Auch nicht wenn ich krank bin.

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