Mutterglück

Es gibt Tage, an denen verzweifele ich fast und dann gibt es Tage, an welchen ich vor Glück platzen könnte.
Ich kann mich an mehrere Gespräche mit unterschiedlichen Frauen erinnern, die sich darüber beklagten, wie anstrengend das Muttersein sei und im selben Atemzug sagten sie dann dass es das Schönste auf der Welt sei. Manch eine riet mir dann auch ein Kind zu kriegen. „Ja nee, is klar, du Schitzo! Bin ich total bekloppt meine Freizeit, mein Geld und meinen kostbaren Schlaf zu opfern, für so ein undankbares Balg?“, dachte ich mir dann oft.
Ja, auch ich beklage mich oft. Aber wenn es jemand wagt mir zu sagen mein Kind wäre schwierig, oder anstrengend, dann könnt ihr euch kaum vorstellen wieviel Selbstkontrolle es bedarf, damit ich diesen Menschen nicht das Gesicht häute.
Erst kürzlich hatte ich wieder so einen Glücksmoment. Mein Kind weinte viel, sogar im Schlaf (diese bösen Zähnchen!). Ich nahm ihn auf den Arm, er kuschelte sich an mich und beruhigte sich. Was so banal klingt, löste bei mir ein solches Glücksgefühl aus, von dem ich nicht mal ahnte, dass es das gibt.
Mutterglueck
Schon verrückt. Obwohl Dauerbeschallung und Schlafentzug zu brutalen Foltermethoden gehören, möchte man sein kleines Guantanamo nicht missen. (Es versteht sich von Selbst, dass ich den letzten Satz mit einem Augenzwinkern geschrieben habe und Folter keinesfalls verherrlichen möchte.)

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