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Gute Nacht

Es ist halb elf und ich liege schon im Bett, fertig zum Schlafen, für die Nacht – ich bin so glücklich!!! Üblicherweise stehe ich um diese Uhrzeit noch in der Küche oder räume auf, oder putze Spielzeug, oder mache sonst etwas. Aber heute bin ich schon im Bett und bin so aufgeregt vor Freude, dass ich nicht weiß, ob ich einschlafen kann… Hahahaha! Wem mache ich etwas vor, natürlich werde ich einschlafen können. 😀 Wem allein der Gedanke ans Schlafen so viel Freude bereitet, der kann auch sofort schlafen.
Lieber Ehemann, danke dass du mir das jetzt ermöglichst… Und danke, dass du das Babyphone hast 😉
Gute Nacht.

Gute Tage

…sind gar nicht so selten. Aber am Dienstag hatte ich einen ganz hervorragenden Tag! Was anders war als sonst? Ich hatte morgens meine Ruhe – das ist alles.
Mein Sohn, L, schläft manchmal durch und manchmal nicht. Mit „durchschlafen“ ist in unserem Fall aber nicht gemeint, dass er nachts gar nicht meckert, sondern nur, dass er meckert, bevor ich ins Bett gehe. Obwohl … und ich habe jetzt wirklich Angst es zu schreiben, weil dann doch wieder alles anders wird… Seit einiger Zeit gab es schon ganz viele Nächte in denen er tatsächlich gar nicht mehr gemeckert hat. Aber das ist gar nicht der Punkt. Mich stört es, dass seine Aufwachzeit variiert. Mal um 4 Uhr, gaaanz selten mal um 8 Uhr, oft aber gegen 6:30 Uhr. Ich gehe davon aus, dass sein Schlaf um die Morgenstunden leichter ist und er nur wach wird, weil er die Nachbarn hört. Ich versuche um 6 Uhr aufzustehen um ein paar Minuten für mich zu haben. Wenn der Kleine aber um 5:30 Uhr schon hellwach ist, mich anlacht und Frühstück fordert, fühlt es sich an, als würde mich mein Wecker auslachen, sobald er sich meldet -.-
Doch an diesem Dienstag war alles anders.
Ich bin pünktlich aufgestanden, habe es in Rekordzeit geschafft mein Make-up und meine Haare zu machen, zu frühstücken, Ls Frühstück vorzubereiten und dann wusste ich nicht mehr weiter. Ich bin so verblüfft, wenn ich freie Zeit habe, dass ich mich ernsthaft frage, was ich vergesse. Also habe ich einige Make-up Tutorials angesehen. Yaaaay! Lang ist’s her gewesen.
Der ganze Tag war dann so entspannt und lief einfach super gut. Sogar Mittags hat er mehr als eine Stunde geschlafen. So konnte ich die Sonne genießen und einen Sonnenbrand bekommen.
EntspannenSonnenuntergang
Beim Einkaufen war ich naiv und habe mir sogar eine Zeitschrift gekauft, denn ich habe tatsächlich geglaubt, dass mein Kind auch abends gut einschlafen wird… Falsch gedacht. Der Abend wurde sehr lang, die Nacht kurz, der Morgen kam früh und der nächste Tag war nicht mehr so entspannt. Aber trotzdem gut.
Da merkt man mal, wie wenig man braucht um entspannt zu sein.
Was braucht ihr für einen entspannten Tag?

Vorlesezeit

Bei uns gehört das Vorlesen nicht zum Abendritual… „Oh mein Gott, wie asi sind die denn?!“ 😉 Nein, wir sind auch nicht asi, wir lesen einfach den ganzen Tag lang immer mal wieder. Nach dem Aufstehen, vor dem Mittagessen, vor und/oder nach dem Mittagsschläfchen und einfach immer, wenn mein Sohn lesen möchte.
Ich liebe es ihm vorzulesen. Wenn sein Köpchen mit seinen flauschigen Haaren an meiner Wange ruht und er sich an mich gekuschelt hat – das ist ein so schöner und ruhiger Moment. Er mag Rotkäppchen und ich lese gern die Geschichte von Hänsel und Gretel.

Das sind zwei schöne Bücher, die nicht zu lang sind, hübsche Bilder haben, mit Liebe zum Detail, aber dennoch übersichtlich gestaltet sind – einfach traumhaft. Oft möchte mein Kind nur bis zur Hälfte lesen. Wenn der böse Wolf zu Großmutters Haus kommt und diese auffrisst, ist es vorbei. Auch wenn wir erfahren, dass die alte Frau, die Hänsel und Gretel aufnimmt, eine böse Hexe ist die beide Kinder verspeisen möchte, ist auch schnell Schluss. Ich erkläre ihm, dass wir an der schlimmsten Stelle des Buches angekommen sind und schnell weiter lesen müssen, damit alles wieder gut wird. Das hilft. Aber manchmal findet er es einfach langweilig weiter zuzuhören.
Das Vorlesen musste ich mir erst wieder aneignen, aber jetzt kann ich ganz hoch lesen und auch gaaanz tiiiiieeeeef, ich kann knurren, böse lachen, ängstlich schreien, freudig singen, und sogar special effects einbauen, wie eine knarzende Tür, die sich öffnet, oder ein Magenknurren.
Allerdings ist es wirklich nicht leicht schöne Bücher zu finden, in welchen es nicht nur darum geht, dass eine Prinzessin ihren Prinzen findet. Und man kann sich gar nicht vorstellen, wie blöd manche Geschichten geschrieben sind „Bob geht zur Tür. Bob öffnet die Tür. Nanu, wer steht da an Bobs Tür?“. Nervig sind auch Bücher mit sehr abstrakten Bildern. Ich finde es merkwürdig meinem Kind zu erklären, dass das gleichschenklige Dreieck ein Huhn darstellen soll. Und so ist unsere Büchersammlung noch recht klein, aber wir stocken auf und bekommen auch manchmal schöne Bücher geschenkt (leider auch bescheuerte Bob-Bücher – davon haben wir ganz viele)
Mein Mann und ich sind immer auf der Suche nach tollen Büchern, denn diese ruhigen Minuten mit unserem Sohn genießen wir wirklich sehr! Hoffentlich bleibt mir dieses Gefühl ewig in Erinnerung.

Ein Dialog

Heute muss ich unbedingt etwas teilen, was mich zu tränen gerührt hat… Vor lachen.

Dialog zwischen meinem Mann (M) und meinem Sohn (L):
L krabbelt weg, M fragt ihn:“Wo willst du hin?“
L:“Mama“
M:“Mama ist aber im Wohnzimmer und nicht im Flur.“
L:“-“
M:“Du siehst jetzt, dass deine fehlende Kommunikationsfähigkeit zu Verwirrungen führen kann.“
Pause
Beide gucken sich einfach nur an.
L:“Mama“

Ich: LOL!

Umzug von München nach…

OMG, ich habe soeben mein Impressum aktualisiert, da ich vor einigen Monaten mit meinem Mann und Sohn umgezogen bin. Ja, ich bin vor Monaten umgezogen, habe aber mein Impressum jetzt erst geändert – peinlich.
Zurück zum Thema:
Also; ich bin von der großen, glamourösen Stadt München in die Region Hannovers gezogen. Kennt ihr Hannover? Ich meine die Leser, die nicht aus Hannover kommen 😉
Hannover-Maschsee
Hannover-Maschseefest
Nicht zu vergleichen mit München, aber… Welche Stadt ist denn schon mit einer anderen zu vergleichen?
Muenchen-Rathaus
Es war eine Herzensentscheidung. Wir haben hier unsere Familie und Freunde und, das allerwichtigste, unser Herz. Bitte versteht mich nicht falsch, München ist eine tolle Stadt, mit tollen Einkaufsmöglichkeiten, Ausgehmöglichkeiten, Jobangeboten und Biergärten! Aber wie Art Buchwald einst sagte: “The best things in life aren’t things.”
So zogen wir zu unseren Lieben, unseren Places-To-Be, unserem guten Gefühl, unserer Heimat. Und obwohl ich nicht einen einzigen Tag, nicht eine Sekunde lang diese Entscheidung bereut habe, hatte ich doch ein merkwürdiges Gefühl beim Löschen meiner Münchner Adresse… Irgendwie war es endgültig – so, jetzt wohne ich nicht mehr da.
Ich werde die Biergärten vermissen, und Wir machen Cupcakes wird mir auch fehlen – meiner Waage nicht so, aber meinem Glücksgefühl schon. Und dann fehlen mir natürlich jetzt schon die Freunde und Bekannte, die wir in München zurück gelassen haben.
Und doch bin ich glücklich. Es ist wundervoll die Eltern in der Nähe zu haben, mein Herz springt vor Freude, wenn ich sehe, wie mein Sohn mit seinen Cousins und Cousinen tobt, hier bin ich zu Hause und es macht mich glücklich einfach die Menschen treffen zu können, die man immer vermisst hat.

Etwas Zeit für mich

Dank meiner Mama genieße ich gerade ein Bad. Ja, ganz allein (bis jetzt). Mein Mann ist beruflich unterwegs, mein Kind schläft und meine Mama passt auf, dass das Babyphone nicht ausschlägt 😉
Und ich…, ja, wie oben erwähnt, ich genieße ein heißes Bad mit Tee und Baiser.
zeit-fuer-mich
Ab und an muss man sich etwas gönnen und das ist mein heutiges besonderes Vergnügen nur für mich… Und Euch, denn wäre es nur für mich, könntet ihr nichts darüber lesen 😉

Jetzt muss ich aber langsam raus, gleich elf. Dann wacht mein Kleiner meist kurz auf und wenn ich nicht in der Nähe bin, wird er richtig wach und laut und dann muss man sich beeilen und schnell anziehen und schafft es nicht mehr die Wanne zu säubern und das ganze Entspannen war für die Katz.

Frische Blumen

Ich liebe frische Blumen. Vor allem liebe ich es die ersten Tulpen des Jahres im Haus zu haben. Wenn draußen noch Winter herrscht – zum Glück nicht heute – und drin schon der Frühling einkehren darf (Danke Liebster für den Strauß). Eine Freundin bemüht sich immer frische Schnittblumen im Haus zu haben. Wenn man zu ihr kommt, fühlt man sich wie in einer Einrichtungszeitschrift. Alles ist aufgeräumt und hübsch und eben auch am blühen.
Blumentraum
Frische Blumen bringen mich immer zum Lächeln. Und wenn ihr, so wie ich, eine SAHM (Stay at home mom) seid oder selbst wenn ihr nur den halben Tag oder nur am Abend zu Hause seid, es ist doch schön von frischen Blumen umgeben zu sein (wenn man nicht allergisch ist).
Es müssen nicht immer Schnittblumen sein. Orchideen blühen auch im Winter, brauchen wenig Wasser und kommen sogar mehrmals im Jahr wieder.

Einkaufen mit Baby

Ich habe mal wieder alte Fotos durchgesehen (als ob ich keine andere Beschäftigung hätte… Nein, ich habe ein bestimmtes Bild gesucht, es aber nicht gefunden.) und bin dabei auf dieses Bild gestoßen:
einkaufen mit babyDas war meine Sicht beim Einkaufen. Aldi (zumindest Süd) und Lidl haben an manchen Einkaufswägen Aufsätze für Babyschalen. Das ist wirklich sehr praktisch, aber ich sehe mit diesen Dingern absolut nicht was vor mir ist. Dicke und sehr große Menschen kann man wenigstens erahnen, aber wäre ein Kind im Laden, hätte ich es gnadenlos umgefahren.
Trotzdem freue ich mich immer, wenn mal jemand mitdenkt, denn wenn man den Babysafe in den Einkaufswagen stellt, ist das Ding schon halb voll.
Jetzt ist das Baby ein Kleinkind und kann im Einkaufswagen auf dem Sitz für Kinder sitzen. Das macht das Einkaufen nicht leichter, denn er zeigt gern bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass er auch stehen kann. Aber das ist eben so.

Genervt vom Genöle

Heute arbeitete mein Mann von Zuhause aus und erzählte mir am Abend, dass er von dem Genöle des Kindes so genervt war, dass er die Tür schließen musste und sich fragte, wie ich es den ganzen Tag ertragen könne.
trauriges-babyNun, ich empfand den heutigen Tag als relativ entspannt – das Kind hat 2 mal je eine Stunde geschlafen, ich musste nicht kochen, Wäsche war gewaschen… Alles gut, weiß gar nicht, was der hat. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass das Kind wahrscheinlich noch unter der gemeinen Impfung leidet und einen Wachstumsschub hat. Aber auch ich würde an manchen Tagen gern die Tür schließen, drum bat ich meinen Mann darum nicht zu vergessen, wie er sich fühlte, als er die Tür schloss und sich daran zu erinnern, wenn ich abends genervt und zickig bin und absolut keine Lust habe kindische Streiche oder alberne Sprüche mit einem Lächeln zu ertragen oder zu erklären, warum man dem Kind gerade jetzt die Hände waschen soll.
Und für alle, die je genervt von kleinen Kindern oder Babys waren (geht definitiv auch an mich): Bitte etwas mehr Verständnis! Die Kleinen müssen so viele Eindrücke verarbeiten und können sich nicht anders ausdrücken. Dafür können sie sich so herzlich freuen, wie sonst niemand – aber das finden dann alle ganz toll 😉

Genieß die Zeit

Ich kenne keinen einzigen Menschen, der die Zeit wirklich zurück drehen möchte, denn den Menschen ist bewusst, dass sie nicht zu denen geworden wären, die sie jetzt sind, wenn die Vergangenheit anders verlaufen wäre. Aber ich möchte die Zeit zurück drehen, nur um sie noch einmal zu genießen.
Gestern bin ich durch meine Bilder gegangen und habe gesehen, wie ich als Schwangere ausgesehen habe, wie mein Sohn aussah, als er geboren wurde, wie rasant er sich verändert hat und gewachsen ist und neue Dinge erlernt hat. Er ist noch immer so klein und lernt täglich Neues dazu, aber ich wünschte ich hätte die Zeit damals mehr genossen.
1-Monat-nach-GeburtUnd obwohl mir das von so vielen Müttern gesagt wurde, habe ich nur gedacht:“Wie soll ich die Zeit genießen, wenn mir alles weh tut, ich bei der kleinsten Kleinigkeit anfangen muss zu weinen, wenn ich seit Monaten nicht richtig geschlafen habe und ständig jemand an mir klebt?!“ Aber genau das sollte man genießen! Nie, nie wieder wird die Mutter-Kind-Bindung so intensiv sein wie in den ersten Monaten. Nie wieder wird dein Baby so zufrieden, so lange auf deinem Arm bleiben und kuscheln wollen.
Ich erinnere mich noch, wie ich mir gewünscht habe, dass die ersten drei Monate endlich vorbei gehen, damit die Koliken ein Ende haben, statt mich auf die tollen Momente zu besinnen – ist das nicht grausam? Als ich mir gestern die Bilder von meinem Fratz angesehen habe, wunderte ich mich darüber, wie viele Fotos es gibt auf denen er nicht schreit. Ich hatte das Gefühl, er würde ständig schreien.
2-Monate-nach-GeburtUnd wie toll war die Schwangerschaft?! Ja, sie war auch nicht leicht und mir ging es deutlich öfter schlecht, als ich es je jemandem erzählt habe, und ich machte mir deutlich mehr Sorgen, als ich es je hätte tun sollen (wie ich mich kenne, werde ich mich auch genau so sehr beim zweiten, dritte oder gar fünften Kind sorgen – wenn nicht sogar mehr), aber da wächst ein Baby in mir:
26-SSWEin richtiges Baby, mit zwei kleinen süßen Ärmchen, zwei starken Beinchen, zehn Zehen und zehn Fingern, mit den süßesten, tollsten Augen, die ich je gesehen habe und einem kleinen, niedlichen Näschen, welches beim Weinen sogar noch viel putziger wird, wie ein kleines rotes Knöpfchen. Dieses Geschöpf war damals im Bauch drin! Ich spürte seine Bewegungen und wusste immer, dass er ein starkes Kind wird.
28-SSWLustige Nebengeschichte: Im letzten Schwangerschaftsdrittel, beim Yoga, lagen meine Füße auf einem Gymnastikball, mein Oberkörper auf der Matte und ich bildete mit meinem Körper eine Gerade – wisst ihr, was ich meine? So schräg eben. Da trat mich der kleine Fratz so doll von innen, dass ich die Haltung verlor und umkippte! Klar ging es darum das Gleichgewicht zu halten und ich wusste natürlich, was passiert war, aber wie bescheuert muss es für die anderen ausgesehen haben – plötzlich fällt die einfach um.
Also auf jeden Fall hatte ich eine schöne Schwangerschaft – bis auf die ewige Übelkeit.

Ich vermisse diese Zeit, aber ich möchte nicht so bald wieder schwanger werden. Erst möchte ich noch jeden Augenblick genießen, den ich mit meinem Kleinkind erleben darf. So lange er noch so gern an mir klebt und mich noch so bedingungslos liebt und meine Hilfe braucht. Wenn er dann 13 ist, kann ich ja über ein Zweites nachdenken 😉

Genießt die Zeit. Unbedingt! Unabhängig von den Sorgen und den Ängsten, unabhängig von den Schmerzen und Gefühlsschwankungen. Genießt sie, denn sie kehrt nie wieder zurück.