Rote Rose zum Valentinstag

Ich habe gelesen, dass der Valentinstag seinen Ursprung in Italien hat. Genau genommen soll Bischof Valentin von Terni im dritten Jahrhundert n. Chr. Soldaten mit ihren jungen Mädchen getraut haben, obwohl der kaiserliche Befehl es verbot. Die frisch verheirateten Paare bekamen eine rote Rose aus dem Garten des Bischofs geschenkt. Bischof Valentin von Terni wurde am 14. Februar enthauptet, seither wird der Valentinstag zelebriert. Dies ist allerdings nur eine der vielen Mythen um den Valentinstag und seiner Herkunft, aber diese gefällt mir am besten von dem, was ich bisher darüber las. Denn darin besiegt die Liebe den kaiserlichen Befehl, die rote Rose gewinnt eine Bedeutung und alles Endet sehr theatralisch.

Trotzdem mag ich es nicht besonders rote Rosen geschenkt zu bekommen. Männer gehen in den Blumenladen, kaufen schnell eine rote Rose und verschwinden wieder. Die wenigsten von ihnen machen sich wirklich Gedanken darüber, ob ihre Partnerin auch wirklich rote Rosen mag. Vielleicht mag sie lieber gelbe Tulpen, weiße Margeriten, orangene Ranunkeln oder pinke Orchideen. Ich persönlich finde nichts langweiliger als eine rote Rose geschenkt zu bekommen. Eigentlich ist eine große rote Rose wunderschön und benötigt kein weiteres Grünzeugs, sie ist schlicht und elegant. Aber genau dieser Feiertag, mit einem enormen Überschuss von roten Rosen und dem sklavenähnlichen Verhalten, eben diese kaufen zu müssen, lässt die Bedeutung der roten Rose verkümmern.

Man kann zum Valentinstag auch ein nettes Frühstück verschenken, vielleicht sogar im Bett, für alle, die keine Angst vor Krümeln unter der Decke haben. Oder wie wäre es mit Schmuck? Es muss ja nicht gleich ein Diamantring sein, obwohl es SEHR romantisch ist am Valentinstag einen Verlobungsring geschenkt und die Fragen aller Fragen gestellt zu bekommen. Den Herren können Fußballkarten des Lieblingsvereins gefallen, vor allem, wenn er da mit seinen Kumpels hin darf. Darüber sollte er aber selbst entscheiden, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Im Grunde ist ein Geschenk, welches vom Herzen kommt, viel, viel romantischer, als jede rote Rose. Wobei man sie durchaus zwischendurch verschenken kann, wenn mal nichts ansteht, dann ist sie auch viel günstiger.

Ein Gedanke zu „Rote Rose zum Valentinstag

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