Gedanken zum Topmodel Finale

Das Finale von GNTM 2011 hat die Nation gespalten. Oft habe ich gestern und heute gelesen, dass es sich um Schiebung handeln muss, dass die 16 Jährige Amelie nur dritte wurde, Jana und Rebecca wurden als Pferdefresse und Pfannkuchengesicht beschimpft und nach Zuschauerabstimmung verlang, weil es ja bei anderen Castingshows auch so wundervoll funktioniere.

catwalk

© Stefanos Kyriazis - Fotolia.com

Falls es noch niemandem aufgefallen sein sollte; einige der Mädchen, die an der Sendung teilgenommen haben, laufen bis heute noch bei großen (und kleinen) Modeschauen – siehe Vanessa Hegelmaier (ja, wer war das jetzt nochmal? ;)). Als modeuninteressierter Mensch bekommt man das nicht unbedingt mit, weil man permanent darauf achtet diese in Sendungen zu sehen, wo es um Klatsch und Tratsch geht oder in Bonprix-Katalogen, aber das ist nicht das Ziel eines Mädchens, welches wirklich ein ernst zu nehmendes Model sein möchte.

 

Ich hab nicht jede Staffel gesehen und auch nicht alle Folgen dieser Staffel verfolgt – es gab Mädchen, mit welchen ich mehr sympathisiert habe, die schon früher ausgeschieden sind und auch wenn ich denke, dass es sich bei den Finalistinnen nicht um wahre Schönheiten handelt, behalte ich den Respekt vor den Mädchen und schreie meine Empörung über zu viel Zahnfleisch, Mund oder Gesicht nicht in die Internetwelt. Klar kann ich privat vor dem Fernseher etwas lästern (das ist doch überhaupt der Grund, warum man sich so etwas anschaut, oder?), aber man zieht nicht öffentlich über das Aussehen anderer Menschen her.
Wenn man sich Models wie Edie Campbell, Kate Moss und Milou van Groessen ungeschminkt ansieht, kann man sich auch nicht vorstellen, dass die Kameras und Designer dieser Welt sie lieben.

Was auch immer bei dem Format von GNTM passiert, ich hoffe, dass sie sich treu bleiben und die Zuschauerabstimmung nicht einführen. Die Hausfrau im Jersey-Hausanzug oder ein pubertierendes Schulmädchen sind wahrlich nicht diejenigen, die diese Mädchen buchen und ihnen ihre Jobs verschaffen.

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